Statische Felder


1.

Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)

Elektrische Gleichfelder entstehen durch elektrische Gleichspannungen an Kunststoffoberflächen und Synthetikfasern, z.B. Teppiche, Gardinen, Tapeten, beschichtete Möbel, Lacke, Schaumgummi oder an Bildschirmen, z.B. Fernseher, Computer, Datensichtgeräte. Es wird hier auch von elektrostatischen Ladungen bzw. Elektrostatik gesprochen.

Im Körper werden durch Elektrostatik Ladungsumverteilungen, Ströme und Spannungsabfälle provoziert. Der Körper wird unter Spannung gesetzt und entlädt sich an geerdeten Teilen schockartig, teilweise mit schmerzhaften elektrischen Schlägen oder sichtbaren Blitzen.

Das gesamte Raumklima wird durch Elektrostatik verschlechtert, Staub angezogen und verwirbelt, die Luftionisation empfindlich gestört. Es entsteht subjektiv der Eindruck von trockener Luft und die Schleimhäute trocknen aus, mit den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen. Kaum ein Faktor hat derart nachteilige Auswirkungen auf das Raumklima wie Elektrostatik.

 

 

Baubiologische Richtwerte
Für Schlafbereiche
Standard der baubiologischen Messtechnik SBM 2015


2.

Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)

Der bekannteste Verursacher von magnetischen Gleichfeldern ist die Erde. Künstliche magnetische Gleichfelder entstehen auch durch magnetisierte Metalle wie Stahl. Sie überlagern und verzerren damit das natürliche Erdmagnetfeld. Da die Felder frequenzlos sind, spricht man auch von Magnetostatik.

Magnetische Gleichfelder durchströmen unseren Körper ungehindert. Sie wirken auf Zellen depolarisierend. Im Organismus werden elektrische Spannungen erzeugt. Das Erdmagnetfeld und unser natürlicher Eigenmagnetismus werden gestört.

Im häuslichen Umfeld finden sich magnetische Gleichfelder vorwiegend in der Nähe von Stahlträgern und Betten mit magnetisierten Metallteilen wie Bettgestell oder Sprungfedern.

 

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